Schmidt & Paetzel Fernsehfilme
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Die Partisanen. Krieg hinter der Front

 

 

 

Sendetermin: 2013

 

Kein Kapitel des Kriegs gegen die Sowjetunion löst solche Emotionen aus wie der Partisanenkampf. In Russland ist er bis heute von Mythen und Legenden überlagert, in Deutschland immer noch verdrängt. Zu schrecklich ist diese Geschichte, zu unentwirrbar und böse. Zu beklemmend die Schuld.
„Dieser Partisanenkrieg hat auch wieder seinen Vorteil: er gibt uns die Möglichkeit, auszurotten, was sich gegen uns stellt“, sagte Hitler zu Beginn des Unternehmens „Barbarossa“. Aber da gab es noch keinen Partisanenkrieg. Nur den Aufruf Stalins zum Volkskrieg von Juli 1941. Es dauerte fast ein Jahr, ehe Moskau begann, Kontrolle über die versprengten Partisanengruppen zu übernehmen, um sie in den Kampf zu treiben. Mehr gegen die eigenen Landsleute als gegen die Besatzer. Die Partisanen wurden zum langen Arm Moskaus hinter der deutschen Front. Die deutschen Großaktionen gegen die Partisanen galten als „Befriedung“. Sie hatten klangvolle Namen - „Adler“, „Maikäfer“, „Frühlingsfest“ - und fanden alle in Weißrussland statt, wo die Partisanen zahlreich waren und eine ständige Gefahr für die Besatzer darstellten. Niedergebrannte Dörfer wurden als Bandenzentralen gemeldet und ermordete Einwohner zu „Banditen“ oder zu ihren Helfershelfern erklärt.
Der Film „Die Partisanen – Krieg hinter der Front“ wagt sich in die Kampfzone des Partisanenkriegs. Er befragt Zeitzeugen, wertet umfangreiches propagandistisches Filmmaterial beider Seiten aus, stellt Mythen gegen Fakten, Heldenepen gegen die Orte, an denen sie stattfanden. Schritt für Schritt folgt er der verhängnisvollen Entwicklung. An seinem Ende steht die Erkenntnis, dass es in einem „asymmetrischen Krieg“ keine Sieger gibt. Nur Verlierer und unschuldige Opfer.

 

 

Buch und Regie: Artem Demenok, Andreas Christoph Schmidt / Kamera: Anatoli Kalaschnikow, Tarmo Korol, Oleg Stinski / Kameraassistenz: Alexander Homan / Schnitt: Vera Bogdahn / Ton: Pawel Mankowski, Toomas Vimb, Valeriy Shumilov / Tonmischung: Vadim Kompatzki / Musik: Alva Noto, Ryuichi Sakamoto / Sprecher: Ulrich Noethen, Lutz Riedel, Natascha Bub / Mitarbeit: Franziska Zwerg, Igor Suchanow / Produktionsleitung: Cordula Paetzel, Rainer Baumert (RBB) / Produzent: Andreas Christoph Schmidt / Redaktion: Dagmar Mielke, Rolf Bergmann / Eine Co-Produktion von Schmidt & Paetzel Fernsehfilme und Focus Film Moskau im Auftrag des RBB in Zusammenarbeit mit ARTE

51'46'' / 16:9 / Stereo / F / © 2012 Schmidt & Paetzel Fernsehfilme und Rundfunk Berlin Brandenburg