Schmidt & Paetzel Fernsehfilme
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Am Ende der Antike. Ravenna, Italien

(in der Reihe "Schätze der Welt / Erbe der Menschheit")




Als das Römische Reich bereits dem Untergang geweiht war, und weder Rom dem Hofe Sicherheit bieten konnte, noch Mailand, da wurde Ravenna zur Hauptstadt des Weströmischen Reichs. Die Kirchen und Mausoleen, derentwegen wir heute die ansonsten eher unauffällige Stadt aufsuchen, stammen alle aus jener, als besonders fern und finster angesehenen Zeit. Wer glaubt, auch die Kirchen müßten daher finster sein, irrt. „Tresore des Lichts“, nannte sie einmal ein Reisender. Wer sie betritt, steht unter farbenprächtigen Mosaiken, denen er ihr Alter nicht glauben kann. Das Mausoleum der Römischen Kaiserin Galla Placidia entstand in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts, der große und prächtige Zentralbau von S. Vitale einhundert Jahre später.
Dazwischen lag die Zeit der Goten. 26 Jahre lang herrschte der Ostgote Theoderich der Große, in der Sage Dietrich von Bern geheißen, von hier aus über Italien und bot dem Kaiser in Konstantinopel die Stirn. Nach seinem Tode zerfiel die Herrschaft, die Goten wurden von Kaiser Justinians Armeen vernichtet. Nicht ein einziges Bild Theoderichs blieb in Ravenna erhalten - Bilder mußten verschwinden wie die Menschen - sein mächtiges Mausoleum aber, erbaut vor den Toren der Stadt, steht noch heute unversehrt da, ein Denkmal aus der Zeit der Sagen.


Buch und Regie: Andreas Christoph Schmidt / Kamera: Holger Schüppel / Kameraassistenz: Nils Keber / Schnitt: Michael Auer / Ton: Andreas Christoph Schmidt / Tonmischung: Christian Wilmes / Sprecher: Jürgen Hentsch  / Recherche und Organisation: Ines Frederich / Musik: André Pawelski, Alexander Pavlovic-Hunjadi / Produktionsleitung: Cordula Paetzel / Redaktion: Goggo Gensch / Eine Produktion von Schmidt & Paetzel Fernsehfilme / Im Auftrag des Südwestrundfunks
14'49'' / 16:9 / Stereo / F / © 2007 SWR

 

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