Schmidt & Paetzel Fernsehfilme
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Schätze Brandenburgs. Die ersten sechs Folgen

 

 

Sendetermine:

30.10.12 Schloss Sanssouci

06.11.12 Die Sacrower Heilandskirche

20.11.12 Schloss Rheinsberg

27.11.12 Das Neue Palais

04.12.12 Kloster Chorin

18.12.12 Der Dom an der Havel (Brandenburg)

 

jeweils um 22.45 auf rbb

 

 

 

 

 

 

Preußen-Brandenburg ist, wie wenige andere Gegenden der Welt, reich an historischen Orten und Schönheiten. Als Zeugen eines versunkenen Landes bersten sie geradezu von Geschichte und Geschichten. In sechs fünfzehnminütigen Filmen wird Geschichte erzählt, und zwar anhand architektonischer, kultureller, historischer Schätze. Leichten Herzens wird erkundet und entdeckt. Historische Personen, Ereignisse und Anekdoten erstehen vor unserem inneren Auge. Heimatkunde, wenn man so will, opulent und genießerisch.

 

 

 

 

 

 

SCHLOSS SANSSOUCI

 

Die Sorglosigkeit steht als Name und Motto über der Sommerresidenz Friedrichs des Großen, allerdings durch ein rätselhaftes Komma getrennt: "SANS, SOUCI." Wer glaubt, das sei Zufall oder Nachlässigkeit, schätzt den Schlossherren falsch ein. Allerdings wurde die Epoche von Sanssouci keine Epoche der Sorglosigkeit, sondern eine des Kriegs und mancher Verbitterung. "Quand je serais, je serais sans souci!" - sagte Friedrich der Große einmal zu einem seiner Gäste: Wenn ich erst hier bin, werde ich ohne Sorgen sein.

 

 

 

 

 
 

DIE HEILANDSKIRCHE VON SACROW

 

Die Heilandskirche von Sacrow liegt wie ein Schiff an der Havel. Erbaut im Stil einer frühchristlichen romanischen Basilika nach Skizzen von Friedrich Wilhelm IV. ist sie Zeugin des alten deutschen Traums von Italien, dem der König besonders hingegeben war. Auf dem Gut Sacrow wuchs Friedrich de la Motte Fouqué auf, und der Ort zwischen Seen und Wäldern passt zu einem Dichter, der später die Geschichte der Seejungfrau Undine schreiben sollte.

 

 

 

 

SCHLOSS RHEINSBERG

 

Über sein erstes Schloss hatte er sich schreiben lassen: "Dem Friedrich, der die Ruhe pflegt". Und viel mehr als Ruhe konnte ihm die menscharme Wald- und Seenlandschaft auch nicht bieten. Friedrich der Große nutzte sie zum Lesen, Schreiben, zur Lebensfreude und zur stillen Opposition gegen seinen Vater, den herrischen König in Berlin. 

Nach Friedrich übernahm sein Bruder Heinrich das Schloss, tadelloser Feldherr und glänzender Diplomat, verurteilt zu einem Dasein im Schatten des berühmten Bruders.

 

 

DAS NEUE PALAIS

Es sein reine "Fanfaronnade" - Aufschneiderei, sagte Friedrich der Große über seinen Schlossneubau, und gemeinhin ist er so verstanden worden: als nicht besonders gelungene Attrappe, mit der Friedrich, nach dem mit Mühe überstandenen Siebenjährigen Krieg, der Welt zeigen wollte, dass Preußen noch da war. Ein Blick auf die Entwürfe zeigt jedoch, dass der Bau schon vor dem Krieg bis ins Detail feststand. Begonnen wurde er in rotem Klinker und fertiggestellt in bemaltem Putz, der von weitem wie Klinker aussieht. Friedrich hat, anders als andere Potentaten, nicht für die Ewigkeit gebaut. 



KLOSTER CHORIN

Kaum eine Stunde von Berlin steht in verträumter Seenlandschaft die Ruine eines mächtigen Klosters. Der Besucher Chorins begegnet der fernen, der askanischen Vergangenheit Brandenburgs. Hier wirkten Zisterziensermönche, die frommen Beter und Arbeiter, gleichzeitig die fortgeschrittensten Techniker und Ingenieure des Hochmittelalters. Sie brachten Infrastruktur und Zivilisation in die Uckermark. Damals war hier ein nur unter Entbehrungen und Gefahren bewohnbares Sumpfgebiet, heute ist es eine der stillsten und schönsten Landschaften in Deutschland. 
 

 

 

DER DOM AN DER HAVEL

Der erste Brandenburger Dom, Vorgänger des heutigen, wurde 948 gebaut, und beinahe ebenso alt ist das Domstiftsarchiv, wo wir zwei bemerkenswerte Urkunden finden: die Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg aus ebenjenem Jahr, mit der eigenhändigen Signatur Ottos des Großen, damals noch König, später Kaiser des Hl. Römischen Reichs, und eine Akte aus dem Jahr 1237, wo in winziger Schrift unter vielen anderen Namen auch ein "Symeon de Colonia" steht. Das gilt als die erste Erwähnung Berlins.